Kultur
Das Kunstprojekt an Kölner Litfaßsäulen
Redaktion · 28.05.2026
Die Kunstsäule mit dem Titel „GRUND/RISS“ des Künstlerinnenduos „langeschmidt“. Foto: © Nadine Müseler
Im Mai 2026 ist auf 27 Litfaßsäulen im Kölner Stadtgebiet die Arbeit „GRUND/RISS“ des Künstlerinnenduos „langeschmidt“ zu sehen. Hanne Lange und Juliane Schmidt setzen sich darin mit den sozialen und ökonomischen Bedingungen des Wohnens auseinander – ein Thema, das in Köln aktueller denn je ist.
Ausgangspunkt ist die Frage, wer sich in der Stadt noch Wohnraum leisten kann. Für ihre Arbeit recherchierten die Künstlerinnen reale Wohnungsangebote unter klaren Kriterien: Köln, maximal 1.000 Euro Kaltmiete, drei Zimmer. Das Ergebnis offenbart ein stark begrenztes Angebot. Die daraus entwickelten Grundrisse überlagern sich zu einer verdichteten, fiktiven Wohnfläche, die zugleich Möglichkeitsraum und kritischer Kommentar ist.
Die Dresdner Künstlerinnen Hanne Lange und Juliane Schmidt gründeten 2025 die Arbeitsgemeinschaft „langeschmidt“ für Projekte im Bereich Kunst am Bau. Beide verbindet ein Interesse an klaren formalen Setzungen sowie an der künstlerischen Untersuchung sozialer Strukturen und gesellschaftlicher Prozesse. Ihre Zusammenarbeit bündelt unterschiedliche Perspektiven zu einer gemeinsamen visuellen Sprache, die sich durch analytische Schärfe und reduzierte Formensprache auszeichnet.
Die Arbeit ist bis Mitte Juni 2026 im öffentlichen Raum zu sehen. Vom 29. bis 31. Mai sind die Künstlerinnen zudem persönlich in Köln vor Ort.
Weitere Informationen zum Projekt „Kunst an Kölner Litfaßsäulen“ des Kulturamtes sind abrufbar unter www.stadt-koeln.de/kunstsäulen.
Informationen zum Künstler:
Hier können Sie eine Karte mit allen Standorten der Litfaßsäulen herunterladen.
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Tags: Kultur , Kunst , Kunstsäulen , Litfaßsäulen , öffentlicher Raum
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